Schnittke-Projekt

Alfred Schnittke, der wünschte, sein umfangreiches Schaffen für den Film auch im Konzertsaal lebendig werden zu lassen, bat Frank Strobel im Jahr 1993, aus einer breiten Auswahl seiner rund sechzig Filmmusikkompositionen Konzertsuiten zu schaffen, und übertrug ihm hierfür die Bearbeitungsrechte. In Kooperation mit dem Sikorski-Musikverlag Hamburg wurden bislang die Partituren und Orchestermaterialien zu vierzehn Werken in der Einrichtung und Bearbeitung von Frank Strobel veröffentlicht. Im Jahr 1996 wurde als Produktion von Deutschlandradio Berlin mit der exklusiven Einspielung dieser Musiken durch das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Frank Strobel begonnen. Vier Konzertsuiten sind bereits als CD bei dem CD-Label cpo erschienen, sowie zehn weitere Konzertsuiten auf vier SACDs bei Capriccio. Die ersten zwei SACDs bei capriccio wurden im Jahr 2005 und 2006 mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Am 5. November 2005 wurden die Konzertsuiten DIE KOMMISSARIN und DIE GESCHICHTE VON EINEM UNBEKANNTENSCHAUSPIELER mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin im Konzerthaus Berlin unter der Leitung von Frank Strobel uraufgeführt.

Alfred Schnittke – Frank Strobel

Eine besondere künstlerische und private Beziehung verband Frank Strobel mit Alfred Schnittke bis zu dessen Tod im Jahr 1998. So fand unter Frank Strobels Leitung 1992 die Uraufführung des Werkes DIE LETZTEN TAGE VON ST. PETERSBURG in der Alten Oper statt, die vom Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) live übertragen wurde. Dieses Werk entstand aus einer Gemeinschaftsarbeit von Alfred Schnittke und dessen Sohn Andrei mit Frank Strobel. Im Jahre 1993 spielte Frank Strobel mit den Moskauer Philharmonikern Schnittkes Komposition zur Neuverfilmung von DER MEISTER UND MARGARITA ein und leitete in Moskau die russische Erstaufführung von Schnittkes Concerto Grosso Nr. 5 mit Gidon Kremer als Solist und dem Russischen Nationalorchester. Im Januar 1997 dirigierte er in Hamburg die Uraufführung von Schnittkes Konzertsuite Agonia. Seit dem Jahr 1996 nimmt er für das Deutschlandradio mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin eine große Anzahl von Konzertsuiten mit Filmmusik Alfred Schnittkes auf, die damit erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt und auch auf CD veröffentlicht werden. Alfred Schnittke, der wünschte, sein umfangreiches Schaffen für den Film auch im Konzertsaal lebendig werden zu lassen, bat Frank Strobel im Jahr 1993, aus einer breiten Auswahl seiner rund sechzig Filmmusikkompositionen Konzertsuiten zu schaffen, und übertrug ihm hierfür die Bearbeitungsrechte. Bislang sind im Zuge dieser Arbeit vierzehn Konzertsuiten entstanden, darunter auch die Werke DIE KOMMISSARIN und DAS MÄRCHEN DER WANDERUNGEN, die Schnittke zu seinen wichtigsten Werken zählte.