PANZERKREUZER POTEMKIN

OT: Bronenosec Potiomkin, UdSSR (1926)

Regie: Sergej Eisenstein

Musik: Dmitri Schostakowitsch

Sergej Eisensteins weltberühmter Film gedenkt der historischen Meuterei auf dem zaristischen Kriegsschiff vor Odessa von 1905. Der 28-jährige Regisseur entwickelte mit PANZERKREUZER POTEMKIN seine berühmte Montagetechnik. Die bis dahin unbekannte Rhythmik und Dynamik des Schnitts erzeugt auch heute noch eine ungeahnte emotionale Wucht.

INHALT: Rußland im Jahr 1905. Der russisch-japanische Krieg wirft seine Schatten auf die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer. Die Disziplin in Armee und Marine wird mit härtesten Maßnahmen aufrechterhalten. Doch unter den Matrosen des Panzerkreuzers Potemkin herrscht dumpfe Meutereistimmung wegen verdorbener Verpflegung. Der Kommandant befiehlt ein Kommando zusammenzustellen und eine Gruppe von Matrosen auf dem Achterdeck zu erschießen. Unter einer Persenning erwartet die willkürlich ausgesuchte Gruppe auf den Tod, da erhebt sich der Matrose Wakulintschuk und verhindert, daß die Kameraden getötet werden. Es kommt zum Aufstand. Vergeblich versuchen die Offiziere, die Disziplin wiederherzustellen. Während des Kampfes der verzweifelten Mannschaft wird Wakulintschuk vom Kommandanten erschossen. Alle Offiziere werden getötet. Am nächsten Tag steuert eine Dampfbarkasse den Hafen von Odessa an. Matrosen legen die Leiche Wakulintschuks am Kai nieder samt einer Notiz: „Für einen Löffel Suppe !' Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Kunde von den Ereignissen an Bord. Viele Einwohner Odessas erweisen dem toten Matrosen die letzte Ehre. Zu hunderten fahren Segelboote zur „Potemkin' hinaus. Ihre Besatzung jubelt den aufständischen Matrosen zu und versorgt sie mit frischem Proviant. Mitten in den allgemeinen Jubel hinein fällt die Nachricht, daß die Regierung Kosakentruppen zur Niederschlagung des Aufstands in Marsch gesetzt hat. Im Gleichschritt naht nun das Unheil. Unter den Hufen der Reiterschwadronen dröhnt die Erde, Schüsse fallen, Säbel hauen auf wehrlose Zivilisten ein. Auf der breiten Freitreppe hinunter ins Hafengebiet richten die Truppen ein Massaker unter der Bevölkerung an. Der Aufstand wird niedergeschlagen. Die Besatzung der ‘Potemkin’ erreicht die Nachricht, daß das Admiralitätsgeschwader gegen ihr Schiff in Fahrt gesetzt wurde. Am Morgen taucht die Schlachtflotte am Horizont auf. Die ‘Potemkin’ richtet ihre Geschütze auf sie. Die Signalmaaten signalisieren „Schießt nicht, Kameraden !' zu dem feindlichen Geschwader. Die Gegner fahren aufeinander zu. Doch die Kanonen senken sich und die Admiralitätsflotte dreht ab, die Mannschaften jubeln - die Kameradschaft hat gesiegt. Die rote Fahne der Revolution flattert im Wind.

Kompositionen:

Dmitri Schostakowitsch 1925, Arr. Armin Brunner (1992)

Besetzung: 3.3.2.3 – 4.4.3.1 – 2 Pk.5Schlzg.Hfe – Streicher (min 12.10.8.6.5)

Edmund Meisel 1926, Adapt. Helmut Imig (2005)

Besetzung: 2.2/EH.1BbKl+1EsKl/BKl.1 - 3.3.3.0 - Pk.3Schlzg.Klavier/Keyboard/Celesta - Streicher (min. 8.7.5.4.3) --- Nach Anweisung des Regisseurs Eisenstein komponierte Edmund Meisel 1926 die Musik zur deutschen Premierenfassung des PANZERKREUZERS.

Edmund Meisel 1926, Arr. Pierre Oser (1990)

Besetzung: 2 Klaviere

Dmitri Schostakowitsch/Frank Strobel, 2009

Besetzung: 1+1/Picc+1/Picc.2+1/EH.2 in A und B + 1 in A und B/BKl +1 in A und B/PiccKl in Es.2+1/KFg - 4.4.3.1 - Pk+Pk/Schlzg+2Schlzg.Cel.2Hfe - Streicher (14.12.10.8.6) --- Mit seiner Zusammenstellung der Symphonien von Dimitri Schostakowitsch führt Frank Strobel nun die posthume Synthese der beiden bedeutenden sowjetischen Künstler Dimitri Schostakowitsch und Sergei Eisenstein zu einer finalen musikalischen Fassung.

 

Das Projekt wird durchgeführt und betreut durch die EUROPÄISCHE FILMPHILHARMONIE.

Ansprechpartnerin: Beate Warkentien

Tel: 030-27890194 

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