DER SCHATZ

Deutschland (1922)

Regie: Georg Wilhelm Pabst

Musik: Max Deutsch

DER SCHATZ ist der Debütfilm von G.W. Pabst und zugleich letzter Film aus der Epoche des deutschen expressionistischen Filmschaffens. Er visualisiert eine Parabel über die Dialektik zwischen der Macht materieller und der ideeller Werte. Ein Thema, das zur Jahrtausendwende ebenso Aktualität besitzt wie damals zur Entstehungszeit des Filmes. Auf musikalischer Ebene bietet die Originalkomposition von Max Deutsch ein einmaliges musikhistorisches Dokument, da sie die erste zu einem Film durchkomponierte Filmsymphonie in fünf Akten ist.

 

Inhalt: In einer alten Glockengießerei in Slowenien lebt der Meister Svetocar Badalic mit seiner Frau und der Tochter Beate sowie dem Gesellen Svetelenz. Am Feierabend erzählt der Alte von jenem sagenumwobenen Jahr 1684, als die Türken das Land verwüsteten (Rückblende) und auch die Glockenschmiede bis auf die Grundmauern in Schutt und Asche legten. Einem Gerücht zufolge hätten sie dabei einen Schatz zurückgelassen. Svetelenz möchte diesen Schatz finden und Beate zur Frau gewinnen. Er liest geheimnisvolle Bücher, schneidet sich eine Wünschelrute und geht nachts auf die Suche. Mittlerweile hat sich zwischen Beate und dem jungen, zum Verzieren einer neuen Glocke eingetroffenen Goldschmied Arno ein Liebesverhältnis entwickelt.

Auch Arno sucht den Schatz und entdeckt einen Hohlraum im Mittelpfeiler des Hauses. Unter einem Vorwand wird er mit Beate in den Weinberg geschickt, und nun machen sich Svetelenz, Meister und Meisterin an die Hebung der Kiste: Goldgefäße, Münzen, Schmuck glänzen ihnen entgegen. Die Alten verschachern ihre Tochter an Svetelenz um dessen Anteil. Als Arno und Beate zurückkehren und Svetelenz seine Braut ergreifen will, suchen die jungen Liebenden nach turbulentem Handgemenge die Flucht: Arno hat seinen „Schatz" gefunden. Die Alten ziehen sich mit der ganzen Beute in ihr Zimmer zurück, und der geprellte Svetelenz zerstört in wilder Wut den Pfeiler, in dem der Schatz gelegen hatte: Das Haus bricht in einem infernohaften Finale über den Habgierigen zusammen.

BESETZUNG: 1.1.1.0 – 0.1.1.0 – Pk.2Schlzg.Klav.Harmonium – Streicher (10.8.0.5.4 oder 12.10.0.6.5)

Gesamtzahl der Musiker: 37 oder 43

Dieses Projekt wurde ermöglicht durch die Zusammenarbeit mit ZDF / ARTE.

 

Das Projekt wird durchgeführt und betreut durch die EUROPÄISCHE FILMPHILHARMONIE

Ansprechpartnerin: Beate Warkentien

Tel: 030-27890194

E-Mail: warkentien@remove-this.filmphilharmonie.de